Zur Premiere nach Rodgau
Die Jahreszeit ist für einen Ultra sehr ungewöhnlich, aber hier sah der Veranstalter ein Zeitfenster, denn im Dezember/Januar/Februar gibt es in Deutschland keinen Ultramarathon. Das Wetter war bescheiden, es regnete in Strömen, allerdings nicht von oben nach unten sondern waagrecht. Umso erstaunlicher, es fanden sich über 100 Läufer ein, nur der Bürgermeister der den Startschuss abgeben sollte verspätete sich. Vielleicht dachte er bei dem Wetter kommt keiner?
Ich hatte die letzten 2 Wochen Urlaub und bin in den letzten 10 Tagen schon 400 km gelaufen, nun wollte ich wissen was kann ich nach so einer Belastung noch leisten?
Auf dem schönen 5km Rundkurs, der bei guten Bedingungen wahrscheinlich sehr schnell ist, hatten wir im Wald Rückenwind und auf einer Freifläche, über etwa 1,5 km Gegenwind, hier kam uns der Regen, teilweise auch gefroren direkt entgegen. Im Wald standen die Wege teilweise 10cm unter Wasser, hier war das Beste gleich am Anfang mitten durch, man hatte doch keine Chance allen Pfützen auszuweichen. Das Laufen gegen den Wind erfolgte bei einem Tempo kurz vor Rückwärts, hier hieß es vorsichtig laufen, denn diese falschen Berge kosten immens Kraft. Einige Läufer ließ ich auch ziehen, in der Gewissheit, die kommen mir fast alle wieder entgegen, was dann auch eintrat. Immerhin erreichte ich hier locker Platz 17, bei letztem Krafteinsatz wäre ein Platz unter den ersten 10 möglich gewesen, in der Aufbauphase wollte ich dies allerdings nicht riskieren.
Hier lernte ich auch einige Läufer kennen, die wie ich Ende Mai am Spreelauf teilnehmen wollen.
Alles in Allem, hier waren keine Unerfahren am Start sondern nur gestandene Ultras, mit einer Ausnahme, eine Frau hat hier doch tatsächlich Ihren ersten Ultra absolviert.
Die Beteiligung und der Lauf selbst waren ein voller Erfolg und geben dem Veranstalter (RLT Rodgau) mit der Wahl, den Termin auf den Januar zu legen Recht.
